Fachschule für Sozialwesen Erzieherin / Erzieher

Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik
zertifiziert nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

 

Ziele des Bildungsgangs:
Dieser Bildungsgang beinhaltet die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher.
Ebenso ermöglicht er ggf. durch den Erwerb der Fachhochschulreife ein Fachhochschulstudium.

 


Ausbildungsvoraussetzungen:

  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (z.B. Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in);
  • oder volle Fachhochschulreife im Bereich Sozial/Gesundheitswesen (Höhere Berufsfachschule oder Fachoberschule);
  • oder Hochschulreife (AHR oder volle FHR) und einschlägige berufliche Tätigkeit (Praktikum) im Umfang von mindestens 900 Arbeitsstunden. Geeignet sind hier auch ein freiwilliges soziales Jahr oder ein entsprechender Bundesfreiwilligendienst.
    Die berufliche Tätigkeit muss in einer Einrichtung erfolgen, damit auf entsprechende fachliche Unterstützungssysteme während der Tätigkeit zurückgegriffen werden kann. Eine Tätigkeit als Au-Pair oder in der privaten Tagesbetreuung erfüllt diese Voraussetzung nicht.
  • und Nachweis der persönlichen Eignung durch ein erweitertes Führungszeugnis.

 

 

Bewerber/innen, die andere als die genannten Voraussetzungen mitbringen, sollten ein individuelles Beratungsgespräch suchen. Die Kontaktdaten befinden sich weiter unten. Einzelfallregelungen sind nach Absprache mit der Schulleitung ggf. möglich.

 


Ausbildungsdauer und Praktika:
Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Jahren. Sie ist aufgeteilt in einen zweijährigen, fachtheoretischen Abschnitt (mit 16 Wochen Praktikum) und in einen einjährigen, überwiegend fachpraktischen Abschnitt (Berufspraktikum).

Unterstufe: Ein Jahr vollzeitschulischer Unterricht einschließlich 8 Wochen Praktikum (Arbeit mit Kindern von 0-6 Jahren)
Oberstufe: Ein Jahr vollzeitschulischer Unterricht einschließlich 8 Wochen Praktikum (Arbeit mit Schulkindern oder Jugendlichen)
Berufspraktikum: Einjähriges (bezahltes) Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung
einschl. 160 Stunden praxisbegleitender Unterricht und Praxisbetreuung durch die Schule

Berufliche Aufgaben und Einsatzfelder:
Erzieherinnen und Erzieher übernehmen selbstständig Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder und Jugendliche. Sie arbeiten familienergänzend, -unterstützend oder -ersetzend.

Die Tätigkeit einer Erzieherin/eines Erziehers umfasst die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Tageseinrichtungen für Kinder, offenen Ganztagsgrundschulen (Schulkindbetreuung), in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in Einrichtungen der ambulanten und stationären erzieherischen Jugendhilfe.

Ausbildungsprofil:
Durch die Arbeit an Lernfeldern und Lernsituationen stehen in der Fachschule praxisrelevante Themen und berufliche Aufgaben eines Erziehers/einer Erzieherin im Vordergrund. Team- und Projektarbeit nehmen in dieser Ausbildung einen hohen Stellenwert ein. 
In Absprache mit dem Sozialpädagogischen Beirat hat sich die Fachschule entschieden die Bereiche „Naturwissenschaften“ und „Bewegungserziehung“  im Rahmen einer Profilbildung zu stärken.
Für den Bereich der „Naturwissenschaften“ verfügt die Fachschule seit kurzem über ein kindgerecht ausgestattetes Labor, so dass die Studierenden die erworbenen theoretischen Kenntnisse (in Basisworkshops Wasser und Luft des "Haus der kleinen Forscher") in praktischen Übungen mit Kindergartenkindern anwenden und vertiefen können.


Die Studierenden können weiterhin Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die sie für den Erwerb der Sonderausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter“ (BiKuV) vom Landessportbund benötigen. Diese Ausbildung wird nach erfolgreich abgeschlossener Erzieher/innen-Ausbildung vergeben.

   


Seit Begin des Schuljahres 2016/2017 integrieren wir - als erste Fachschule in NRW - Inhalte des Papilio-Programmes in die Erzieher/innen Ausbildung. Papilio ist ein Programm für die Kindergärten zur Primärprävention von Verhaltensproblemen und zu Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und ein Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention. Im Kreis Warendorf wird Papilio bereits in 47 Einrichtungen umgesetzt. Nach Abschluss der zweijährigen überwiegend theoretischen Ausbildung erhalten die Studierenden die Basisqualifizierung (Papilio-Basisseminar). Durch die Umsetzung von Papilio in die Praxis und entsprechene Dokumentation des Handelns kann am Ende der Erzieher/innen-Ausbildung das Papilio-Zertifikat erworben werden (Ziel: Ausgebildete Papilio-Erzieher/in).

 

Stundentafel des Bildungsgangs:

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln

Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten

Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten

Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen

Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
Religionslehre/Religionspädagogik

Wahlfächer: Vertiefung in einem Bildungsbereich (Unterstufe), Vertiefung eines Arbeitsfeldes / einer Zielgruppe (Oberstufe)
Projektarbeit

Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
Deutsch/Kommunikation Englisch

Politik/Gesellschaftslehre

Naturwissenschaften

Differenzierungsbereich
Mathematik


Erwerb der Fachhochschulreife:
Alle Studierenden nehmen in der Unterstufe verpflichtend am Unterricht in den Fächern Deutsch und Englisch teil.
Gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres treffen die Studierenden - nach Beratung durch die Fachkollegen - eine verbindliche Entscheidung, ob sie die FHR erwerben möchten oder nicht. Für diesen Fall ist der Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik auch in der Oberstufe weiterhin obligatorisch für die Studierenden.
Die Studierenden, die die FHR nicht erwerben möchten, nehmen in der Oberstufe lediglich am Unterricht im Fach Deutsch teil.

Fachschulexamen:
Am Ende des Bildungsganges wird das Fachschulexamen durchgeführt, das aus einem theoretischen Prüfungsteil am Ende der Oberstufe besteht und aus einem fachpraktischen Prüfungsteil gegen Ende des Berufspraktikums.
Der theoretische Teil des Fachschulexamens besteht aus insgesamt drei schriftlichen Prüfungsarbeiten (insgesamt 540 - 640 Minuten). Die fachpraktische Prüfung findet in Form eines 20-minütigen Kolloquiums statt.

Ansprechpartner für Fragen zur Erzieher/innen-Ausbildung:
Opens window for sending emailMiriam Schmitz (Bildungsgangleiterin), Opens window for sending emailEgbert Küper (Abteilungsleiter)   
Tel. 02521 - 820 30
Fax 02521 - 820 350