Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik Erzieherin / Erzieher Praxisintegrierte Ausbildung (PiA)

 

 

Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik

zertifiziert nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Ziele des Bildungsgangs:

Dieser Bildungsgang beinhaltet die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher.
Ebenso ermöglicht er ggf. durch den Erwerb der Fachhochschulreife ein Fachhochschulstudium.

 

 

 

 

Ausbildungsvoraussetzungen:

  • ein Ausbildungsvertrag über drei Jahre mit einem anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe oder die ausgefüllte Ausbildungsabsichtserklärung (ersetzt vorläufig den Vertrag) und
  • der Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (z.B. Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in);
  • oder Fachhochschulreife im Bereich Sozial-/Gesundheitswesen (Höhere Berufsfachschule oder Fachoberschule);
  • oder Hochschulzugangsberechtigung und einschlägige berufliche Tätigkeit (Praktikum) im Umfang von mindestens 900 Arbeitsstunden (zusammenhängend). Geeignet sind hier auch ein freiwilliges soziales Jahr oder ein entsprechender Bundesfreiwilligendienst.
    Die berufliche Tätigkeit muss in einer Einrichtung erfolgen, damit auf entsprechende fachliche Unterstützungssysteme während der Tätigkeit zurückgegriffen werden kann. Eine Tätigkeit als Au-Pair oder in der privaten Tagesbetreuung erfüllt diese Voraussetzung nicht.
  • oder Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufstätigkeit
  • und Nachweis der persönlichen Eignung durch ein erweitertes Führungszeugnis.

Bewerber/innen mit einer nicht einschlägigen Berufsausbildung können aufgenommen werden,  wenn sie einschlägige berufliche Tätigkeiten im Umfang von mindestens 900 Arbeitsstunden in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung vorweisen können.

  

Bewerber/innen, die andere als die genannten Voraussetzungen mitbringen, sollten ein individuelles Beratungsgespräch suchen. Die Kontaktdaten befinden sich weiter unten. Einzelfallregelungen sind nach Absprache mit der Schulleitung ggf. möglich. 

 

Persönliche Voraussetzungen:

Um den verschiedenen Anforderungen des Berufsfeldes gerecht zu werden, brauchen Sie neben den formalen Voraussetzungen

  • Verantwortungsbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • körperliche und psychische Gesundheit
  • Selbstständigkeit
  • die Bereitschaft, sich auf pädagogische Methoden einlassen zu können (z.B. Fantasiereisen, Rollenspiele)
  • und einen sehr guten schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch 

Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und beinhaltet die fachtheoretische und fachpraktische Ausbildung.

 

Abschluss: 

Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher

Durch Zusatzunterricht und bei entsprechenden Leistungen kann die Fachhochschulreife erworben werden.

 

Struktur der praxisintegrierten Ausbildung:

Im ersten Jahr der praxisintegrierten Ausbildung findet der Unterricht an drei Wochentagen statt, im zweiten und dritten Jahr an zwei Wochentagen. An den anderen Tagen wird die Ausbildung in Erziehungs-, Bildungs-  und Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche durchgeführt, auch in den Schulferien.

Die Erzieher-/Erzieherinnen-Ausbildung ist eine generalistische Ausbildung, die zur sozialpädagogischen Arbeit in allen Arbeitsfeldern mit Kindern und Jugendlichen befähigt.

Daher sind vier Wochen Praxis in einem zweiten Arbeitsfeld integraler Bestandteil der Ausbildung im Rahmen des ersten Ausbildungsjahres.

 

Berufliche Aufgaben und Einsatzfelder: 

Erzieherinnen und Erzieher übernehmen selbstständig Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder und Jugendliche. Sie arbeiten familienergänzend, -unterstützend oder -ersetzend.

Die Tätigkeit einer Erzieherin/eines Erziehers umfasst die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Tageseinrichtungen für Kinder, offenen Ganztagsgrundschulen (Schulkindbetreuung), in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in Einrichtungen der ambulanten und stationären erzieherischen Jugendhilfe.

 

Ausbildungsprofil:

Durch die Arbeit in Lernfeldern und an Lernsituationen stehen in der Fachschule praxisrelevante Themen und berufliche Aufgaben eines Erziehers/einer Erzieherin im Vordergrund. Team- und Projektarbeit nehmen in dieser Ausbildung einen hohen Stellenwert ein. 

In Absprache mit dem Sozialpädagogischen Beirat hat sich die Fachschule entschieden, vor allem die Bereiche „Naturwissenschaften“ und „Bewegungserziehung“ im Rahmen einer Profilbildung zu stärken.
Für den Bereich der „Naturwissenschaften“ verfügt die Fachschule über ein kindgerecht ausgestattetes Labor, so dass die Studierenden erworbene theoretische Kenntnisse in praktischen Übungen anwenden und vertiefen können.


Die Studierenden können weiterhin Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die sie für den Erwerb der Sonderausbildung „Bewegungsförderung in Verein und Kita“ vom Landessportbund benötigen. Diese Ausbildung wird nach erfolgreich abgeschlossener Erzieher-/Erzieherinnen-Ausbildung vergeben.

 

Stundentafel des Bildungsgangs:
Fachrichtungsbezogener Lernbereich

Lernfelder:

  • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln
  • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
  • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
  • Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren

ergänzende berufsbezogene Unterrichtsfächer:

  • Religionslehre/Religionspädagogik
  • Wahlfächer: Vertiefung in einem Bildungsbereich, Vertiefung eines Arbeitsfeldes/einer Zielgruppe
  • Projektarbeit
  • Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

Deutsch/Kommunikation

Englisch

Politik/Gesellschaftslehre

Naturwissenschaften

Fachschulexamen:
Am Ende des Bildungsganges wird das Fachschulexamen durchgeführt, das aus einem theoretischen Prüfungsteil und aus einem fachpraktischen Prüfungsteil besteht.
Der theoretische Teil des Fachschulexamens besteht aus insgesamt drei schriftlichen Prüfungsarbeiten (insgesamt 540 - 640 Minuten). Die fachpraktische Prüfung findet in Form eines 20-minütigen Kolloquiums statt.

FAQs zur PiA

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Ansprechpartner/innen für Fragen zur Erzieher-/Erzieherinnen-Ausbildung:


Miriam Schmitz und Nicole Hinz (Bildungsgangleiterinnen), Egbert Küper (Abteilungsleiter)   
Tel. 02521 - 820 30
Fax 02521 - 820 350