Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik Erzieherin/Erzieher

 

 

Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik

zertifiziert nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

 

Ziele des Bildungsgangs:

Dieser Bildungsgang beinhaltet die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher.
Ebenso ermöglicht er ggf. durch den Erwerb der Fachhochschulreife ein Fachhochschulstudium.

 

Ausbildungsvoraussetzungen:

 

  • der Mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (z.B. Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in);
  • oder Fachhochschulreife im Bereich Sozial-/Gesundheitswesen (Höhere Berufsfachschule oder Fachoberschule);
  • oder Hochschulzugangsberechtigung und einschlägige berufliche Tätigkeit (Praktikum) von mindestens sechs Wochen im Umfang der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Vollzeitbeschäftigung) oder von 480 Stunden (Teilzeitbeschäftigung) in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung. Geeignet sind hier auch ein freiwilliges soziales Jahr oder ein entsprechender Bundesfreiwilligendienst.
    Die berufliche Tätigkeit muss in einer Einrichtung erfolgen, damit auf entsprechende fachliche Unterstützungssysteme während der Tätigkeit zurückgegriffen werden kann. Eine Tätigkeit als Au-Pair oder in der privaten Tagesbetreuung erfüllt diese Voraussetzung nicht.
  • oder Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) und eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufstätigkeit
  • und Nachweis der persönlichen Eignung durch ein erweitertes Führungszeugnis.

Bewerber/innen mit einer nicht einschlägigen Berufsausbildung können aufgenommen werden, wenn sie einschlägige berufliche Tätigkeiten im Umfang von mindestens sechs Wochen im Umfang der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Vollzeitbeschäftigung) oder von 480 Stunden (Teilzeitbeschäftigung) in einer für den Bildungsgang geeigneten Einrichtung vorweisen können.

Bewerber/innen, die andere als die genannten Voraussetzungen mitbringen, sollten ein individuelles Beratungsgespräch suchen. Die Kontaktdaten befinden sich weiter unten. Einzelfallregelungen sind nach Absprache mit der Schulleitung ggf. möglich. 

 

Persönliche Voraussetzungen:

Um den verschiedenen Anforderungen des Berufsfeldes gerecht zu werden, brauchen Sie neben den formalen Voraussetzungen

  • Verantwortungsbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • körperliche und psychische Gesundheit
  • Selbstständigkeit
  • die Bereitschaft, sich auf pädagogische Methoden einlassen zu können
  • und einen sehr guten schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch.

 

Ausbildungsdauer und Praktika:

Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren.

Sie ist aufgeteilt in einen zweijährigen, fachtheoretischen Abschnitt (mit 16 Wochen Praktikum) und in einen einjährigen, überwiegend fachpraktischen Abschnitt (Berufspraktikum).

Unterstufe: Ein Jahr vollzeitschulischer Unterricht einschließlich 8 Wochen Praktikum (Arbeit mit Kindern von 0-6 Jahren)

Oberstufe: Ein Jahr vollzeitschulischer Unterricht einschließlich 8 Wochen Praktikum (Arbeit mit Schulkindern oder Jugendlichen)

Berufspraktikum: Einjähriges (bezahltes) Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung einschl. 160 Stunden praxisbegleitender Unterricht und Praxisbetreuung durch die Schule

 

 

 

 

 

Berufliche Aufgaben und Einsatzfelder:

Erzieherinnen und Erzieher übernehmen selbstständig Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder und Jugendliche. Sie arbeiten familienergänzend, -unterstützend oder -ersetzend.

Die Tätigkeit einer Erzieherin/eines Erziehers umfasst die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Tageseinrichtungen für Kinder, offenen Ganztagsgrundschulen (Schulkindbetreuung), in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in Einrichtungen der ambulanten und stationären erzieherischen Jugendhilfe.

Ausbildungsprofil:

Durch die Arbeit in Lernfeldern und an Lernsituationen stehen in der Fachschule praxisrelevante Themen und berufliche Aufgaben einer Erzieherin/eines Erziehers im Vordergrund. Team- und Projektarbeit nehmen in dieser Ausbildung einen hohen Stellenwert ein. 

In Absprache mit dem Sozialpädagogischen Beirat hat sich die Fachschule entschieden, vor allem die Bereiche „Naturwissenschaften“ und „Bewegungserziehung“ im Rahmen einer Profilbildung zu stärken.

Für den Bereich der „Naturwissenschaften“ verfügt die Fachschule über ein kindgerecht ausgestattetes Labor, so dass die Studierenden die erworbenen theoretischen Kenntnisse (in Basisworkshops Wasser und Luft des "Haus der kleinen Forscher") in praktischen Übungen mit Kitakindern anwenden und vertiefen können.

Die Studierenden können weiterhin Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die sie für den Erwerb der Sonderausbildung „Bewegungsförderung in Verein und Kita“ vom Landessportbund benötigen. Diese Ausbildung wird nach erfolgreich abgeschlossener Erzieherinnen-/Erzieher-Ausbildung vergeben.

 

 

 


   

 

 

 

 

Seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 integrieren wir - als erste Fachschule in NRW - Inhalte des Papilio-Programmes in die Erzieher/innen Ausbildung.

Papilio ist ein Programm für die Kindergärten zur Primärprävention von Verhaltensproblemen und zu Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und ein Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention.

Im Kreis Warendorf wird Papilio bereits in 47 Einrichtungen umgesetzt.

Nach Abschluss der zweijährigen überwiegend theoretischen Ausbildung erhalten die Studierenden die Basisqualifizierung (Papilio-Basisseminar). Durch die Umsetzung von Papilio in die Praxis und entsprechene Dokumentation des Handelns kann am Ende der Erzieher/innen-Ausbildung das Papilio-Zertifikat erworben werden (Ziel: Ausgebildete Papilio-Erzieher/in).

  

Stundentafel des Bildungsgangs:
Fachrichtungsbezogener Lernbereich

  • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln
  • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
  • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
  • Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
  • Religionslehre/Religionspädagogik
  • Wahlfächer: Vertiefung in einem Bildungsbereich (Unterstufe), Vertiefung eines Arbeitsfeldes/einer Zielgruppe (Oberstufe)
  • Projektarbeit (Oberstufe)
  • Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

 

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Politik/Gesellschaftslehre
  • Naturwissenschaften


Differenzierungsbereich

  • Mathematik

 

Erwerb der Fachhochschulreife:

Alle Studierenden nehmen in der Unterstufe verpflichtend am Unterricht in den Fächern Deutsch und Englisch teil.
Gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres treffen die Studierenden - nach Beratung durch die Fachkolleg/innen - eine verbindliche Entscheidung, ob sie die FHR erwerben möchten oder nicht. Für diesen Fall ist der Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik in der Oberstufe obligatorisch.
Die Studierenden, die die FHR nicht erwerben möchten, nehmen in der Oberstufe lediglich am Unterricht im Fach Deutsch teil.

Fachschulexamen:

Am Ende des Bildungsganges wird das Fachschulexamen durchgeführt, das aus einem theoretischen Prüfungsteil am Ende der Oberstufe besteht und aus einem fachpraktischen Prüfungsteil gegen Ende des Berufspraktikums.
Der theoretische Teil des Fachschulexamens besteht aus insgesamt drei schriftlichen Prüfungsarbeiten (insgesamt 540 - 640 Minuten). Die fachpraktische Prüfung findet in Form eines 20-minütigen Kolloquiums statt.

 

Im kommenden Schuljahr wird erstmals die neue Ausbildungsform "Fachschule des Sozialwesens, Fachrichtung Sozialpädagogik, Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) angeboten. Informationen zu dieser Ausbildungsform finden Sie hier

 

 

FAQs zur Fachrichtung Sozialpädagogik

 

Download Anmeldeformular 

Ansprechpartner/innen für Fragen zur Erzieher-/Erzieherinnen-Ausbildung:


Miriam Schmitz und Nicole Hinz (Bildungsgangleiterinnen), Egbert Küper (Abteilungsleiter)   
Tel. 02521 - 820 30
Fax 02521 - 820 350